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HEILBRONN„Kunst in Zeiten der Pandemie – Extended“: Ausstellung mit über 50 Mitwirkenden im freien Kulturzentrum Maschinenfabrik 
Von unserem Redakteur  Christoph Feil 
Seit November 2020 laufen in der Maschinenfabrik in der Heilbronner Olgastraße schon die Renovierungsarbeiten. Der erste große Aufschlag, der für ein öffentliches Publikum vor Ort sichtbar ist, erfolgt nun an diesem Wochenende: Am Samstag öffnet im neuen freien Kulturzentrum die Ausstellung „Kunst in Zeiten der Pandemie – Extended“, an der sich nach Veranstalterangaben über 50 Künstlerinnen und Künstler – mehrheitlich aus der Stadt und dem Landkreis – beteiligen. 
Bis 22. August werden dann Werke gezeigt, die während der Pandemie entstanden sind oder im vergangenen Jahr hätten ausgestellt werden sollen. Flankiert wird die Schau an den Wochenenden mit verschiedenen Aktionen wie Graffiti-Workshops, Werkstattgesprächen und Open-Air-Ateliers, bei denen Besucher zum Teil selbst kreativ werden können. Der zweite Teil des Sommerprogramms der Maschinenfabrik, das im Rahmen der Reihe „Heilbronn ist Kult“ stattfindet, sind Open-Air-Events im Deutschhof. 
Die Idee zur Ausstellung sei vor etwa einem halben Jahr aufgekommen, erzählt Daniel Schütt. „Wir haben im Arbeitskreis Kultur einfach mal in die Runde gefragt, ob im Bereich der Bildenden Künste Bedarf besteht, coronakonform etwas Gemeinsames auf die Beine zu stellen“, erzählt der geschäftsführende Vorstand des freien Kulturzentrums. Die Anfrage verbreitete sich in der Szene, innerhalb kurzer Zeit meldeten sich die ersten Interessenten, das Projekt kam ins Rollen. „Irgendwann mussten wir sagen, jetzt ist gut, wir können niemanden mehr aufnehmen, jeder Zentimeter ist belegt“, so Daniel Schütt. 
Ein ehrenamtliches Komitee, darunter Mitglieder des Künstlerbundes und des Kunst- und Kulturwerkhauses Zigarre, die selbst mit Werken vertreten sind, hat die Ausstellung juriert. „Was da an unterschiedlichen Arbeitsweisen und Materialverwendungen zusammengekommen ist, ist der Wahnsinn“, sagt Komitee-Mitglied Sarah Lehnert, die anfangs noch „Bammel“ hatte, „dass es etwas viel von allem wird“, sich angesichts des Ergebnisses nun aber ganz zufrieden zeigt. 
AufbauWährend Besucher im Foyer unter anderem Audio-Installationen von Poetry-Slammern und Sprachkünstlern erwarten, sind in der ehemaligen Sporthalle Collagen, Gemälde, Fotografien, Installationen und Skulpturen zu sehen. Wer dort den Blick nach oben lenkt, entdeckt zudem Fahnen-Triptychen, die von der Decke hängen. Ferner werden außerhalb der Öffnungszeiten bei Einbruch der Dämmerung von innerhalb der Halle Videoinstallationen an die straßenseitig gelegenen Fenster projiziert, erklärt Projektkoordinator Matthias Kilian von der Maschinenfabrik. 
Inhaltlich nehmen die gezeigten Werke unterschiedlich stark auf die Pandemie Bezug, arbeiten sich mal plakativer, mal subtiler daran ab. Die Anordnung in und um die Kojen herum betont einerseits Zusammenhänge, stellen andererseits Brüche aus. Porträts im Stil alter Meister in Öl von Mirjam Roth („Die Prophezeiung“, „Die Apokalypse“, „Die Wiedergeburt“) treffen beispielsweise auf ein Acrylbild im Street-Art-Style von Markus Rack („Vaccination“). Wenn Antonio Velasco Muñoz sein Fahnen-Triptychon mit Palmen bedruckt, lässt sich darin ein verspielter Verweis auf die ungestillte Sehnsucht nach Urlaub erkennen. Simon Zühl wiederum schichtet in einer Installation Holzkreuze übereinander – eine ernste Auseinandersetzung mit dem Tod, eine Erinnerung an die Opfer des Virus. 
Ausstellungsdauer 
„Kunst in Zeiten der Pandemie – Extended“, von Samstag bis 22. August 2021 im freien Kulturzentrum Maschinenfabrik, Mittwoch bis Freitag 16 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag 12 bis 20 Uhr, Montag und Dienstag geschlossen, Eintritt ist frei. Weitere Infos zur Schau sowie dem Rahmenprogramm unter www.maschinenfabrik-hn.de/kunst

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Ankündigung zur Ausstellung in der Maschinenfabrik am 31.07.2021
Erste Aktion des neugegründeten Arbeitskreises Kultur in Heilbronn
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Die Wahrheit liegt im Unsichtbaren
Bericht Heilbronner Stimme zur Ausstellung "HOMO IN MEDIAS VERITAS" vom 22.06.2021
HOMO-Bericht HSt.pdf
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Kontakt

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